Skydiving im Freien vs. Indoor-Skydiving: Die wichtigsten Unterschiede, die Sie kennen sollten
Du spielst mit dem Gedanken, Fallschirmspringen auszuprobieren, bist dir aber nicht sicher, ob du aus einem Flugzeug springen oder es erst einmal im Windkanal versuchen sollst? Beides ist zwar ein unglaubliches Erlebnis, unterscheidet sich jedoch erheblich in Bezug auf Kosten, Sicherheit und den Nervenkitzel, den du dabei verspüren wirst. Hier findest du einen einfachen Leitfaden, der dir dabei hilft, das richtige Abenteuer für dich auszuwählen.
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Hast du dich schon einmal gefragt, wie sich das „echte“ Fallschirmspringen im Freien eigentlich von der Indoor-Variante unterscheidet? Auf den ersten Blick sehen beide fast identisch aus: Man schwebt in der Luft und trotzt der Schwerkraft. Zwar vermitteln beide Sportarten dieses unglaubliche Gefühl des Fliegens, doch unterscheiden sie sich tatsächlich erheblich, was die Ausrüstung, die Höhe und den Nervenkitzel insgesamt angeht.
Dieser Vergleich wird dir dabei helfen, zu entscheiden, welches dieser beiden Erlebnisse ganz oben auf deiner Wunschliste stehen sollte.
Was ist Outdoor-Fallschirmspringen?
Das Fallschirmspringen im Freien ist der klassische Extremsport, der mit einem Sprung aus einem Flugzeug hoch über den Wolken beginnt. Sie erleben einen atemberaubenden freien Fall mit Geschwindigkeiten von fast 120 mph, bevor Sie den Fallschirm öffnen und in aller Ruhe mit herrlichem Ausblick zur Landezone gleiten. Dieses „echte“ Fallschirmsprung-Abenteuer erfordert spezielle Ausrüstung und professionelle Betreuung und bietet eine einzigartige Mischung aus Adrenalin bei hoher Geschwindigkeit und atemberaubenden Ausblicken unter freiem Himmel, die man nur aus Tausenden von Fuß Höhe erleben kann.
Über den Sprung selbst hinaus ist das Fallschirmspringen im Freien für seine lebendige „Dropzone“-Kultur bekannt. Es ist eine Welt voller Energie und eine eng verbundene Gemeinschaft von Abenteuerlustigen, die die Leidenschaft für das Fliegen teilen. Von der nervösen Aufregung während des Fluges bis hin zu den gemeinsamen Feierlichkeiten nach der Landung ist es ein Erlebnis, das alle Sinne anspricht. Mit der Sonne im Gesicht und dem endlosen Horizont um sich herum vermittelt es ein Gefühl von Freiheit, das einfach unnachahmlich ist. Wenn Sie mehr über diese Luftaktivität erfahren möchten, lesen Sie den Artikel „Alles, was Sie über Tandem-Fallschirmspringen wissen müssen“.
Was ist Indoor-Skydiving?
Indoor-Skydiving ist eine unterhaltsame Möglichkeit, das Gefühl des Fliegens zu erleben, ohne jemals ein Flugzeug betreten zu müssen. Es findet in einem vertikalen Windkanal statt, in dem riesige Ventilatoren einen starken Aufwind erzeugen, der Sie von den Füßen hebt und Sie in der Luft schweben lässt. Nachdem du einen Fluganzug und einen Helm angezogen hast, arbeitest du mit einem professionellen Trainer zusammen, der dir hilft, dein Gleichgewicht zu halten und deinen Körper im Wind zu bewegen. Da dies in einem sicheren, kontrollierten Raum stattfindet, ist es eine großartige Möglichkeit für Anfänger fast jeden Alters, den Nervenkitzel des freien Falls in einer viel einfacheren und entspannteren Umgebung zu genießen.
Wesentliche Unterschiede
1 – Höhe
Der offensichtlichste Unterschied zwischen den beiden Erlebnissen besteht darin, wie hoch man tatsächlich steigt. Beim Fallschirmspringen im Freien erreicht ein typischer Tandemsprung eine maximale Höhe von etwa 4.000 Metern. Zwar ist es möglich, aus noch größerer Höhe zu springen, doch da man in der dünnen Luft zusätzlichen Sauerstoff zum Atmen benötigt, wird dies für den allerersten Sprung selten empfohlen.
Indoor-Skydiving hingegen ist eine Simulation am Boden. Auch wenn man sich nur wenige Meter über dem Sicherheitsnetz befindet, sind die Windgeschwindigkeiten speziell darauf abgestimmt, den Luftdruck und den Luftwiderstand eines echten Sprungs aus 3.000 bis 4.000 Metern Höhe nachzuahmen. So erlebt man das authentische Gefühl eines Fluges in großer Höhe, ohne das Gebäude jemals verlassen zu müssen.
2 – Aufrufe
Was die Landschaft angeht, bieten die beiden Erlebnisse völlig unterschiedliche Welten. Beim Fallschirmspringen im Freien genießen Sie authentische Panoramablicke, die ihresgleichen suchen. Je nachdem, wo Sie springen, können Sie weitläufige Gebirgszüge, glitzernde Küsten oder Landschaften mit türkisfarbenem Wasser sehen – wie beim Fallschirmspringen über Moorea in Französisch-Polynesien.
Indoor-Skydiving findet in der Regel in einer Halle statt, was bedeutet, dass sich Ihr Blick meist auf die Glaswände des Tunnels beschränkt. Doch die Technologie sorgt für neue Impulse. Einige moderne Tunnel, wie beispielsweise die Virtual-Reality-Flüge in Paris, bieten mittlerweile VR-Erlebnisse (Virtual Reality) an. Mit einer speziellen Brille können Sie einen digitalen 360°-Blick auf berühmte Orte wie Dubai, Hawaii oder Kalifornien genießen, wobei sich das körperliche Fluggefühl mit einer atemberaubenden simulierten Landschaft verbindet.
3 – Gesamtdauer der Erfahrung
Das Fallschirmspringen im Freien dauert in der Regel einen halben Tag, einschließlich der Sicherheitseinweisung etwa 2 bis 4 Stunden. Der Höhepunkt ist der freie Fall, der zwischen 50 und 60 Sekunden dauert, während Sie Geschwindigkeiten von 200 km/h erreichen. Sobald Ihr Lehrer den Fallschirm in etwa 1.500 Metern Höhe öffnet, ändert sich das Tempo völlig; Sie haben weitere 4 bis 5 Minuten Zeit, um in aller Ruhe zu gleiten und die Landschaft zu genießen, bevor Sie landen.
Indoor-Skydiving geht viel schneller und lässt sich in der Regel in ein Zeitfenster von 1 bis 2 Stunden unterbringen. Dazu gehört eine kurze Einweisung, gefolgt von Ihrer Zeit im Windkanal. Anstelle eines einzigen langen Abstiegs genießen Sie in der Regel zwei oder drei separate Flüge. Zwar ist jede „Session“ im Windkanal kürzer als ein Fallschirmsprung aus dem Flugzeug, doch entspricht die Gesamtzeit, die Sie im freien Fall verbringen, oft der Dauer eines einzelnen Tandemsprungs im Freien oder übertrifft diese sogar.
4 – Kosten
Der Preis ist oft ein entscheidender Faktor bei der Wahl zwischen diesen beiden Abenteuern. Das Fallschirmspringen im Freien ist mit einer größeren Investition verbunden; die Preise liegen in der Regel zwischen 200 und 500 Euro. In diesem Preis sind Ihr Platz im Flugzeug, die Kosten für den professionellen Lehrer sowie die gesamte erforderliche Ausrüstung wie Fallschirm und Gurtzeug enthalten. Wenn du sofort alleine springen möchtest, um deine Fallschirmspringerlizenz (AFF/PAC) zu erwerben, musst du mit etwa 100 € zusätzlichen Kosten für die spezielle Einführungsausbildung rechnen.
Indoor-Skydiving ist deutlich günstiger und eignet sich daher hervorragend, um diesen Sport ohne großen Aufwand auszuprobieren. Die Preise beginnen in der Regel bei etwa 60 €, können aber bis zu 120 € betragen, wenn man ein VR-Headset für einen simulierten Rundflug hinzubucht.
5 – Alters- und Gewichtsgrenzen
Die Zugänglichkeit ist ein Bereich, in dem sich diese beiden Aktivitäten am stärksten unterscheiden. Beim Fallschirmspringen im Freien gelten aufgrund der körperlichen Anforderungen, die ein Sprung aus einem Flugzeug mit sich bringt, strengere Regeln. In der Regel liegt das Mindestalter bei 15 Jahren mit elterlicher Einwilligung, obwohl einige Zentren bereits Kinder ab 12 Jahren zulassen. Auch das Gewicht ist ein entscheidender Faktor; die meisten Zentren verlangen ein Mindestgewicht von 40 kg, wobei die Obergrenze in der Regel zwischen 90 und 95 kg liegt.
Indoor-Skydiving ist wesentlich inklusiver und eignet sich daher hervorragend für Familien. Schon Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren können mitmachen, da die kontrollierte Umgebung wesentlich sanfter ist. Auch die Gewichtsbeschränkungen sind flexibler; in einem Windkanal dürfen Teilnehmer in der Regel bis zu 120 kg wiegen. Dadurch ist das Indoor-Erlebnis für eine viel breitere Palette an Altersgruppen und Körperformen zugänglich.
6 – Adrenalinspiegel
Das Fallschirmspringen im Freien ist ein Erlebnis voller Adrenalin; der Sprung aus einem fliegenden Flugzeug in den offenen Himmel sorgt für einen enormen emotionalen und körperlichen Hochpunkt, der kaum zu übertreffen ist. Im Gegensatz dazu bietet das Indoor-Skydiving einen gemäßigteren, kontrollierten Nervenkitzel. Man erlebt zwar immer noch das aufregende Gefühl, in der Luft zu schweben, doch durch die stabile Umgebung wirkt es viel zugänglicher und weniger überwältigend als ein Freifall aus Tausenden von Fuß Höhe.
7 – Fallschirm
Beim Fallschirmspringen im Freien ist der Fallschirm ein zentraler Bestandteil des Erlebnisses. Sobald Ihr Lehrer den Fallschirm in etwa 1.500 Metern Höhe öffnet, verwandelt sich das Erlebnis von einem rasanten Sturzflug in einen ruhigen, fünfminütigen Gleitflug. Die Sicherheit wird streng überwacht; selbst wenn du alleine springst und vergisst, die Leine zu ziehen, sind moderne Fallschirme mit automatischen Sicherheitsauslösern ausgestattet, die sich ab einer bestimmten Höhe aktivieren. Außerdem ist immer ein Reservefallschirm zur Hand, der dir eine sichere Rückkehr zum Boden garantiert.
Beim Indoor-Skydiving gibt es überhaupt keinen Fallschirm. Da man in einem geschlossenen, vertikalen Tunnel nur wenige Meter über einem Sicherheitsnetz fliegt, verlangsamt man einfach seine Körperbewegung oder wartet, bis der Lehrer die Windgeschwindigkeit verringert, um sanft auf den Füßen zu landen.
8 – Wetterabhängigkeit
Das Wetter spielt eine entscheidende Rolle dabei, ob Sie springen können, wenn Sie im Freien springen möchten. Auch wenn Fallschirmspringen an manchen Orten das ganze Jahr über möglich ist, hängt es doch ausschließlich von klarem Himmel und sicheren Windverhältnissen ab. Wenn es regnet oder zu bewölkt ist, bleibt das Flugzeug am Boden, und Ihr Sprung wird verschoben, um sicherzustellen, dass Sie die beste Aussicht und die sichersten Bedingungen genießen können. Aus diesem Grund schließen viele Zentren in kälteren Regionen zwischen November und März komplett.
Indoor-Skydiving ist jedoch völlig wetterunabhängig. Da sich der Windkanal in einem klimatisierten Gebäude befindet, können Sie Tag und Nacht, bei Regen oder Sonnenschein fliegen. Sie müssen sich nie Sorgen machen, dass Ihr Ausflug wegen eines Sturms ausfällt, was es zu einer wesentlich zuverlässigeren Option macht, wenn Sie ein bestimmtes Datum für Ihr Abenteuer planen.
Vergleichstabelle
Die besten Orte, um beide Aktivitäten auszuprobieren
Paris, Frankreich
Paris ist einer der Orte, an denen man Stadtbesichtigungen problemlos mit Nervenkitzel in luftiger Höhe verbinden kann. Für das Fallschirmspringen in Paris muss man sich etwas außerhalb der Stadt zu professionellen Sprungplätzen wie denen in Péronne oder Saint-Florentin begeben. Diese Orte sind für ihre einladende Atmosphäre bekannt und bieten beim freien Fall aus 4.000 Metern Höhe einen atemberaubenden Blick auf die französische Landschaft. Es ist die perfekte Möglichkeit, eine andere, naturverbundenere Seite Frankreichs kennenzulernen.
Wenn Sie lieber innerhalb der Stadtgrenzen bleiben möchten, ist Indoor-Skydiving in Paris ein Erlebnis der Extraklasse. Dort finden Sie einen der modernsten Windkanäle der Welt. Das Besondere am Standort in Paris ist die VR-Option (Virtual Reality). Während Sie in der Luft schweben, können Sie ein Headset tragen, das Sie in digitale 360°-Landschaften wie Hawaii oder Dubai entführt – so erleben Sie das „Beste aus beiden Welten“, ohne die französische Hauptstadt jemals verlassen zu müssen.
Ljubljana, Slowenien
Slowenien ist ein Geheimtipp für Luftsportarten und bietet einige der schönsten grünen Landschaften Europas. Für einen Fallschirmsprung im Freien in Ljubljana können Sie einen Tandemsprung aus 4.000 Metern Höhe wagen. Während des Falls genießen Sie einen Blick aus der Vogelperspektive auf die atemberaubende Landschaft der Stadt, darunter die sich schlängelnde Sava und die weiten, farbenfrohen Felder, die sich bis in Richtung der Alpen erstrecken.
Wenn Sie lieber näher am Boden bleiben möchten, können Sie nach Logatec fahren, das nur eine kurze Autofahrt von der Hauptstadt entfernt liegt, und dort in Ljubljana Indoor-Skydiving ausprobieren. In dieser Anlage können Sie sich die langen Flugreisen und teuren Flughafengebühren sparen und trotzdem das unglaubliche Gefühl des freien Falls erleben. Es handelt sich um eine vollständig beaufsichtigte, sichere Umgebung, in der Sie die Kraft des Fliegens erleben können, ohne dass Ihnen vor lauter Höhe die Knie zittern.
Barcelona, Spanien
Barcelona bietet eine spektakuläre Kulisse für den Flug, egal ob über der Küste oder im Windkanal. Beim Fallschirmspringen im Freien in Barcelona bietet ein Sprung in der Nähe von Manresa atemberaubende Ausblicke auf das Mittelmeer, das Montserrat-Gebirge und die katalanische Hauptstadt aus einer Höhe von Tausenden von Fuß. Wenn Sie lieber drinnen bleiben möchten, bietet Barcelonas Indoor-Skydiving eine Hightech-Alternative, bei der Sie zwei aufeinanderfolgende Flüge genießen können – das entspricht zwei Flugzeugsprüngen aus 4.000 Metern Höhe. Die Windgeschwindigkeiten können bis zu beeindruckende 280 km/h erreichen, werden jedoch perfekt an Ihr Gewicht und Ihre Körpergröße angepasst, sodass Sie ein individuelles und sicheres „Freifall“-Erlebnis genießen können.
Flieg weiter...
Nachdem du nun die Unterschiede zwischen „echtem“ Fallschirmspringen und dem Windkanal kennst, ist es an der Zeit, dein Abenteuer auszuwählen! Ganz gleich, ob du den ultimativen Adrenalinkick beim Fallschirmspringen im Freien oder den leicht zugänglichen Nervenkitzel beim Indoor-Fliegen suchst – ein unvergessliches Erlebnis erwartet dich. Warum probierst du nicht einfach beides aus und findest heraus, was dir besser gefällt?
Wenn du weiterhin mit dem Kopf in den Wolken schweben möchtest, schau dir doch auch unsere anderen Ratgeber an, um weitere Ideen zu finden, bei denen du der Schwerkraft trotzen kannst: „Paragliding vs. Drachenfliegen“ und „Der komplette Leitfaden zum Bungee-Jumping“.
Egal, wofür du dich entscheidest – genieße den Kick!
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